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Fernmeldesammlung Starhembergkaserne

In der Starhemberg-Kaserne im 10. Wiener Gemeinde-bezirk ist die Fernmeldesammlung des Heeresgeschicht-lichen Museums/MHI untergebracht. Der Standort ist an der Führungsunterstützungsschule des Österreichischen Bundsheeres (Fachausbildungsstätte für Berufssoldaten der Fernmeldetruppe) angesiedelt, wo jährlich ca. 1.000 Lehrgangsteilnehmer ihre Ausbildung absolvieren.

Beginnend bei historisch wertvollen Exponaten aus dem 19. Jahrhundert, über Nachrichten- und Verschlüsselungstechniken des Kalten Krieges bis hin zu aktueller militärischer Kommunikationstechnik wird hier den Besuchern ein eindrucksvoller Überblick über die Kommunikationsmittel im Bereich des österreichischen Militärs im Laufe seiner Geschichte geboten. 

Die Fernmeldesammlung beherbergt eine beachtliche An-zahl historischer Fernmeldegeräte (u.a. Funkensender und Empfänger, Telegrafengeräte und Fernschreiber, Funkanlagen etc.). Die Besucher werden anhand einzigartiger Exponate aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu Nachrichten- und Verschlüsselungstechniken des Kalten Krieges (Agentengeräte) und moderner militärischer Kommunikationstechnik über die Entwicklung des militärischen Fernmeldewesens informiert.

Als besondere Attraktionen werden historische Chif-friergeräte und Chiffriermittel gezeigt, wie etwa die »Enigma«. Die ausgestellten Geräte sind weitestgehend in funktionsfähigem Zustand und können vorgeführt werden

Die Enigma ist eine Rotor-Schlüsselmaschine, die im Zweiten Weltkrieg zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs der Wehrmacht verwendet wurde. Trotz mannigfaltiger vor und während des Krieges eingeführter Verbesserungen der Verschlüsselungsqualität gelang es den Alliierten mit hohem personellen und maschinellen Aufwand, die deutschen Funksprüche nahezu kontinuierlich zu entziffern. 

Starhembergkaserne
Gußriegelstraße 45, 1100 Wien

Besichtigungen dieser Sammlung sind nach Kontaktaufnahme mit RgR Obst. a.D. Prikowitsch jederzeit möglich. 

Mobil: +43 664 8876 3889 vorzugsweise per SMS

Einen besonderen Gast empfingen die Soldaten der Fernmeldetruppenschule in der Wiener Starhemberg-Kaserne  am 17. März 2010. Heinz Fischer, als Bundespräsident auch Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres, kehrte an jenen Ort zurück, an dem er 1958 seinen Präsenzdienst abgeleistet hat. Vor fast genau 52 Jahren, am 11. März 1958, rückte Heinz Fischer in das damalige Heerestelegraphenbataillon in der Franz-Ferdinand-Kaserne, der heutigen Starhemberg-Kaserne, ein und absolvierte seinen damals neunmonatigen Präsenzdienst als Funker.

Nach dem Empfang mit militärischen Ehren begrüßte der Bundespräsident die Soldaten der Fernmeldetruppenschule. Im Anschluss stellte Schulkommandant Brigadier Reiner Kubiska die vielfältigen Aufgaben der Fernmelder vor und zeigte die moderne Ausrüstung der Soldaten von heute.
 

Anlässlich des Besuches begleiteten Heinz Fischer ehemalige Kameraden aus seiner Grundwehrdienstzeit. Nach vielen gemeinsamen Erlebnissen beim Heerestelegraphenbataillon verbindet den Bundespräsidenten mit Wilhelm Liska, Othmar Kubes und Christoph Krumpl eine lebenslange Freundschaft. Gemeinsam besuchten sie das Fernmeldemuseum, wo sie auch Fernmeldegeräte aus der Zeit ihres Grundwehrdienstes besichtigten konnten. Heinz Fischer zeigte dabei am Funkfernschreiber SCR399, dass er das Morsen viele Jahre nach dem Wehrdienst nicht verlernt hat.

Ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Ausbilder Helmut Krumhuber war für Heinz Fischer eine besondere Überraschung. Einige heitere Episoden aus der damaligen Zeit rundeten den Besuch im Museum ab. Danach nutzte der Gast die Gelegenheit, um mit den Soldaten der Fernmeldetruppenschule über ihre Erfahrungen im Fernmeldewesen zu sprechen. Als besonderen Dank erhielt er außerdme von Brigadier Kubiska eine Elektronenröhre mit Widmung als Erinnerungsgeschenk.
Fernmeldetruppenschule