Forschung
Der inhaltlich-theoretische Motor des Heeresgeschichtlichen Museums
Die Forschungsabteilung des Heeresgeschichtlichen Museums verortet sich im Feld der Neuen Militärgeschichte, das die vielfältigen Verbindungen zwischen Militär und Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht und die Erfahrungen und Auswirkungen von Kriegen und bewaffneten Konflikten beleuchtet.
Aktuell wird unter anderem zu folgenden Themen geforscht:
- die militärische Gesundheitsversorgung in der Habsburgermonarchie
- die Geschichte der Militärseelsorge
- die Geschichte des Heeresgeschichtlichen Museums
- der Alltag unter militärischer Besatzung und Fremdherrschaft
- Militär und Männlichkeiten
- kriegerische Gewalt und ihre Nachwirkungen
- österreichische Soldaten in der Wehrmacht
- Widerstand von Soldaten und Polizisten gegen die NS-Herrschaft
- Militärjustiz und Nachkriegsjustiz
- visuelle Diskurse, Geschichtspolitik und Erinnerungspraktiken
Einen wichtigen Teil des Aufgabengebietes bildet auch die Provenienzforschung zu Objekten aus Unrechtskontexten, die in enger Abstimmung mit den Sammlungsverantwortlichen und der österreichischen Kommission für Provenienzforschung durchgeführt wird.
Die Forschungsabteilung versteht sich als inhaltlich-theoretischer Motor des Heeresgeschichtlichen Museums. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind international hervorragend vernetzt und bringen sich durch wissenschaftliche Veranstaltungen und Publikationen aktiv in den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs ein. Im engen Austausch mit den Sammlungs- und Ausstellungsverantwortlichen des Museums entwickelt die Abteilung neue Fragestellungen und stärkt damit die objektzentrierte und museologische Forschung ebenso wie die museale Vermittlung.
Anfragen an das Forscher:innenteam bitte an forschung@hgm.at