Skiplinks

Objekte. Schicksale. Erinnerung.

Objekte. Schicksale. Erinnerung.

Persönliche Erinnerungen, bewegende Schicksale – Objekte erzählen von Gewalt und ihren Folgen: der Ordenshaufen.


Ein Haufen voller Bedeutung

Wie ein scheinbar wertloser Ordenshaufen von Zerrissenheit, Verlust und gesellschaftlichem Wandel erzählt. Für einen weiteren Beitrag unserer Reihe „Objekte. Schicksale. Erinnerung.“ stellt Stephan Adler, kuratorischer Assistent im HGM, seinen persönlichen Favoriten aus der Ausstellung Gewalt Gesellschaft vor. Was zunächst wie wertloser Schrott erscheint, erzählt bei genauerem Hinsehen von den individuellen Schicksalen ehemaliger Kriegsteilnehmer und vom gesellschaftlichen Wandel nach dem Ersten Weltkrieg.

Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt?

Weil der Haufen die Zerrissenheit dieser Epoche zeigt. Er wirkt wie wertloser Schrott, entfaltet aber emotionalen Ausdruck.

Welche Geschichte erzählt dieses Objekt und was macht es zu einem wichtigen Bestandteil der Ausstellung?

Es erzählt vom gesellschaftlichen Statusverlust der Soldaten vom gefeierten Kriegsteilnehmer zum isolierten Rückkehrer, dem die Dekorationen teils gewaltsam entfernt wurden. Trotz des kollektiven Bedeutungsverlusts blieb der individuelle Bezug der Träger jedoch bestehen.

Welche Bedeutung hat dieses Objekt für das Thema „Gewalt — Gesellschaft“?

Die Orden verweisen direkt auf die physische Gewalt an der Front. Gleichzeitig dokumentieren sie die strukturelle Gewalt einer Nachkriegsgesellschaft, die die erbrachten Opfer delegitimierte und die Heimkehrer teilweise sozial ausgrenzte.

Was möchten Sie den Besuchenden durch dieses Objekt vermitteln?

Den direkten Bezug zwischen historischen Objekten und individuellen Biografien. Dass hinter jedem Metallstück ein echtes Menschenleben und ein Schicksal steckt.

Der Ordenshaufen ist Teil der Ausstellung „Gewalt — Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955“. Die Ausstellung beleuchtet Gewalterfahrungen, Militarisierung und Militanz in Österreich zwischen 1918 und 1955 und zeigt, wie Gewalt weit über das Ende des Zweiten Weltkriegs hinaus nachwirkte. Mit eindrucksvollen Objekten lädt sie dazu ein, über die Rolle des Militärs, gesellschaftliche Verantwortung und den Umgang mit Vergangenheit und Erinnerung nachzudenken.

© HGM/ Weghaupt

Um Ihnen eine nutzerfreundliche Website zu bieten, verwenden wir Cookies. Wenn Sie auf "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Klicken Sie auf "konfigurieren", um bestimmte Cookies anzunehmen oder abzulehnen.

Sie können die Cookie-Einstellungen hier konfigurieren. Durch klicken der Auswahlfelder akzeptieren Sie die Verwendung dieser Cookies. Details zur Verarbeitung der Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Cookies sind für die Funktion der Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden.

Klicken Sie hier, um alle Multimedia- und Tracking-Cookies zu akzeptieren. 

Es besteht die Möglichkeit, dass Video-Plattformen, auf der eingebettete Videos liegen, Cookies schreiben. Wenn Sie hier klicken, können solche Videos abgespielt werden.

Wir tracken mit Matomo. Mit Ihrer Einwilligung verwenden wir die Open-Source-Software Matomo zur Analyse und statistischen Auswertung der Nutzung der Website. Hierzu werden Cookies eingesetzt. Die dadurch erhaltenen Informationen über die Websitenutzung werden ausschließlich an unsere Server übertragen und in pseudonymen Nutzungsprofilen zusammengefasst. Die Daten verwenden wir zur Auswertung der Nutzung der Website. Eine Weitergabe der erfassten Daten an Dritte erfolgt nicht. Die IP-Adressen werden anonymisiert (IPMasking), sodass eine Zuordnung zu einzelnen Nutzern nicht möglich ist. Die Verarbeitung der Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO. Wir verfolgen damit unser berechtigtes Interesse an der Optimierung unserer Webseite für unsere Außendarstellung. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie die Cookies in Ihrem Browser löschen oder Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.

Diese Webseite verwendet Google Maps für die Darstellung von Karteninformationen. Bei der Nutzung von Google Maps werden von Google auch Daten über die Nutzung der Maps-Funktionen durch Besucher der Webseiten verarbeitet und genutzt. Weitere Informationen über die Datenverarbeitung durch Google können Sie den Hinweisen zum Datenschutz von Google auf https://www.google.at/intl/de/policies/privacy/ entnehmen. Dort können Sie im Datenschutz-Center auch Ihre Einstellungen verändern, sodass Sie Ihre Daten verwalten und schützen können.