Jochen Böhler verstärkt das Forschungsteam des HGM
Mit dem renommierten Historiker Jochen Böhler gewinnt das HGM eine prägende Stimme der internationalen Kriegs- und Gewaltforschung für den Bereich Public History.
Das Heeresgeschichtliche Museum setzt einen weiteren wichtigen Schritt in seiner wissenschaftlichen Weiterentwicklung: Mit Mai 2026 übernimmt Jochen Böhler die Leitung des Referats für Public History. Der international anerkannte Militär- und Zeithistoriker bringt langjährige Forschungserfahrung mit - nach Stationen in Warschau, Washington, Jerusalem und Jena war Böhler zuletzt Direktor des Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies. Mit dieser personellen Neubesetzung wird das Forschungsteam unter der Leitung von Maria Fritsche gezielt erweitert.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sieht darin einen wichtigen Meilenstein: „Das Heeresgeschichtliche Museum hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Die Bestellung von Jochen Böhler ist ein sichtbarer Ausdruck dieses erfolgreichen Kurses hin zu mehr wissenschaftlicher Exzellenz, internationaler Vernetzung und zeitgemäßer Vermittlung."
Auch Direktor Georg Hoffmann betont die Bedeutung der Neubesetzung: „Mit Jochen Böhler gewinnen wir einen der prägenden Zeithistoriker, dessen Forschung Maßstäbe gesetzt hat. Genau diese Qualität und internationale Strahlkraft geben dem Heeresgeschichtlichen Museum den entscheidenden Schub."
Jochen Böhler hat sich insbesondere mit Themenschwerpunkten zu Krieg und Gewalt im Europa des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Seine Arbeiten zum Ersten und Zweiten Weltkrieg in Osteuropa haben die internationale Forschung nachhaltig beeinflusst. Von 2000 bis 2010 baute er am Deutschen Historischen Institut Warschau den Forschungsbereich "Krieg und Fremdherrschaft im Zeitalter der Extreme" auf. Weitere wissenschaftliche Stationen führten ihn unter anderem an das Washingtoner United States Holocaust Memorial Museum und an die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Mit Mai 2026 leitet er das Referat für Public History am Heeresgeschichtlichen Museum.
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