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Auf den Spuren Theophil Hansens II - Das HGM sichtet Hansen-Entwürfe an der Akademie

Auf den Spuren Theophil Hansens II - Das HGM sichtet Hansen-Entwürfe an der Akademie

Zwischen Entwurf und Wirklichkeit: Wie Hansens Waffenmuseum Gestalt annahm.


Der gemeinsame Termin des HGM und der Akademie der bildenden Künste Wien zeigte eindrucksvoll, wie historische Quellen neue Zugänge zur Geschichte eröffnen können.

Die bei der Akademie der bildenden Künste Wien vorhandenen Entwürfe zeigen nicht nur die Entwicklung des heutigen Heeresgeschichtlichen Museums, sondern geben auch Einblick in die architektonischen Ideen ihres Schöpfers Theophil Hansen (1813–1891).

Als Hansen 1850 mit der Planung des Waffenmuseums beauftragt wurde, beschritt er ungewöhnliche Wege. Während viele seiner späteren Wiener Bauten – darunter Parlament, Musikverein oder Börse – im Stil der Neorenaissance entstanden, entschied er sich beim Waffenmuseum für einen byzantinisch-maurischen Stil. Dieser war im Wien der damaligen Zeit außergewöhnlich und blieb auch in Hansens Werk eine seltene Ausnahme.

Die historischen Zeichnungen verdeutlichen, wie intensiv Hansen an der Gestaltung arbeitete. Sie dokumentieren die Entwicklung von ersten Konzepten bis hin zu repräsentativen Präsentationsplänen, die vermutlich für Auftraggeber oder Entscheidungsträger angefertigt wurden. Einige dieser großformatigen Darstellungen wurden als aufwendige Lithografien hergestellt – ein Hinweis auf die Bedeutung, die dem Projekt bereits in der Planungsphase beigemessen wurde.

Die Sichtung der Originale machte zudem deutlich, dass hinter einem Bauwerk wie dem Waffenmuseum weit mehr steckt als ein einzelner Architekt. Hansen leitete große Bauprojekte oft parallel und arbeitete mit zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, deren Beiträge heute meist im Hintergrund bleiben.

Die Originalentwürfe machen sichtbar, wie aus einer architektonischen Vision eines der markantesten Museumsgebäude Wiens entstand.

TIPP: ArchitekturFührungen am 10. und 23. JULI SOWIE AM 14. und 27. August jeweils um 17 Uhr. 

Wer die Architektur des Wiener Arsenals vor Ort entdecken möchte, kann an den frühabendlichen Sommerführungen  „Architektur- und Baugeschichte – Wo Ziegel auf den Bäumen wachsen“ teilnehmen. Das HGM-Kulturvermittlungsteam führt bei dem Rundgang durch die Bau- und Architekturgeschichte des von Theophil Hansen gestalteten Museumsgebäudes. Dabei werden die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründe des Arsenals ebenso beleuchtet wie spannende Details zur „Feldherrenhalle“, zur „Ruhmeshalle“ und zu den vielen architektonischen Besonderheiten des Hauses.

© HGM/ Öffentlichkeitsarbeit SP 

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