4 Euro
Verweigerung im Zeitalter der Weltkriege
Die Führung folgt Menschen, die sich während der Weltkriege dem Militärdienst entzogen: Wo endet die Pflicht zum Gehorsam und wo beginnt das Recht auf Selbstbestimmung?
Das 2014 am Wiener Ballhausplatz enthüllte Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz erinnert an Deserteure und andere Verfolgte der Wehrmachtgerichte. Ihre Anerkennung ließ lange auf sich warten: Erst 2009 wurden sie in Österreich gesetzlich rehabilitiert. Desertion zwingt uns zu fragen, wo die Pflicht zum Gehorsam endet und das Recht auf Selbstbestimmung beginnt.
Die Führung widmet sich verschiedenen Formen der Entziehung vom Militärdienst im Zeitalter der Weltkriege. Sie folgt den Wegen jener, die sich dem militärischen Zugriff auf ihren Körper zu entziehen versuchten und fragt nach ihren Motiven, ihrer Verfolgung und ihrer späteren gesellschaftlichen Ausgrenzung. Waren sie Feiglinge und Verräter – oder war ihre Weigerung weiterzukämpfen ein Akt der Selbstbehauptung, vielleicht sogar des Widerstands? Führung mit Sarah Süß, HGM-Kulturvermittlerin.
Dauer ca. 90 Minuten. Anmeldung ist nicht erforderlich, Führungsticket € 4 zzgl. Museumsticket.