Header Image

Anmeldeformular Standard / Erwachsene

Gruppendaten

Kontaktperson-Daten

Arsenal und Museum werden vorgestellt, darauf folgt eine Zeitreise durch 300 Jahre österreichischer Militärgeschichte, die einen Überblick über die Schausammlung des Museums bietet, der sich naturgemäß nur auf deren Höhepunkte konzentrieren kann. Ein Spaziergang, der zum Wiederkommen und genauerer Betrachtung anregt.

100 Jahre österreichische Streitkräfte

Von den unruhigen Anfängen des österreichischen Bundesheeres

Als vor 100 Jahren die österreichisch-ungarische Monarchie zerfiel und sich daraus neue Nationalstaaten bildeten, stand die junge Republik vor vielfältigen Herausforderungen. Die Zerfallserscheinungen betrafen auch die österreichisch-ungarische Armee, als viele Soldaten dem Aufruf neuer Regierungen zur Sicherung ihres eigenen Landes folgten und die Heimreise antraten. Die Grenzen des Staates Deutsch-Österreich waren unsicher. Nachbarländer stellten Gebietsansprüche. Ein Heer wurde aber auch dringend benötigt, um die neue Staatsform nach innen zu schützen. Die provisorische Staatsregierung berief deshalb mit der Volkswehr ein Freiwilligenheer von bis zu 50.000 Mann ein. Ein jähes Ende fand dieses "Übergangsheer" bereits 1920, da im Vertrag von Saint Germain ein Berufsheer von maximal 30.000 Mann gewährt wurde. Problematisch, wenn man bedenkt, dass die zahlreichen, paramilitärischen Verbände dieser Zeit weitaus mehr Gefolgsleute hatten. Aus der Volkswehr entstand das österreichische Bundesheer.

Wir begeben uns auf einen spannenden Rückblick von den Anfängen des österreichischen Bundesheeres in der Zwischenkriegszeit, bis zu dessen Eingliederung in die Deutsche Wehrmacht.


Religiöse Differenzen, Fensterstürze, ein Krieg um Religion und Macht, der über 30 Jahre Zentraleuropa verwüstet und dessen Bevölkerung dezimiert. Dokumentiert durch die zeitgenössische Darstellung in Bildern, Graphik und Bewaffnung mit Schlaglichtern auf das Leben des Soldaten der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.


Zwei Jahrhunderte, vom „Langen Türkenkrieg“ rund um 1600 bis zum letzten Türkenkrieg 1788/89 in der Beziehung zu unserem damals ostwärtigen Nachbarn. Der Schwerpunkt liegt hier natürlich bei der 2. Belagerung Wiens durch osmanische Truppen im Jahr 1683. Türkenzelte und der „Mörser von Belgrad“, auch die „Militärgrenze“ und ihre Bewohner werden in diesem Zusammenhang vorgestellt.

 

1663 – 1736, das Leben des vielleicht bekanntesten österreichischen Fürsten, Feldherren, Bauherrn, Sammlers und Mäzens der Barockzeit. Berater von 3 Kaisern wird anhand von Objekten und Bildern dargestellt. Der „Türkenbezwinger“, Sieger in vielen Schlachten, Diplomat wird zu einer greifbaren Persönlichkeit.

Herrscherin, Ehefrau, Mutter, Erbin des Habsburgerreiches, das zu Beginn ihrer Herrschaft zum Zankapfel diverser „Leichenfledderer“ wird, die Kriege zu seiner Erhaltung, aber auch das Heer Friedrich II. werden präsentiert. Die Berater und Feldherren Maria – Theresias runden das Bild der Epoche ab.

Zu Beginn, 1789 durch den großen Türkenkrieg in Österreich im allgemeinen Bewusstsein kaum wahrgenommen, wird sie zum Auslöser, von 23 Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen in Europa. Kaiser Franz II./I. löst das „Hl. Römische Reich“ auf, Napoleon krönt sich zum Kaiser der Franzosen. 1809 wird „Der Unbesiegbare“ in Aspern besiegt, 1813 bei Leipzig, der Wiener Kongress, der Zustand vor der Revolution wird wiederhergestellt.

Ein revolutionäres Jahr, das auch für den Museumsbau von großer Bedeutung ist, wird dem Besucher durch einzigartige Objekte näher gebracht.  Das „idyllische Biedermeier“, der junge Franz – Josef, seine erste Uniform, der alte Erzherzog Carl Ferdinand „Der Gütige“. Österreichs Rolle als Polizist Europas, Bürgerliche Idylle wohin man blickt. Plötzlich Revolution in Wien, in Ungarn, in Oberitalien, dazu ein Krieg mit Piemont - Sardinien. Der Hof flüchtet, die erste Verfassung, der Kaiser dankt ab, Franz – Josef wird der neue Herr. Radetzky schlägt Piemont die Revolutionen brechen zusammen.

Die Revolution in Ungarn wird niedergeworfen, Franz – Josef heiratet, verliert 1859 in der Schlacht von Solferino das Königreich der Lombardei. Der „Deutsche Bund“ beginnt 1864 den deutsch – dänischen Krieg, ein letztes Mal werden Österreichs Differenzen mit Preußen unterdrückt, die sich 1866 im Krieg entladen. Custozza der Sieg, Königgrätz die Katastrophe.

1867 – An Hand der Objekte werden der Ausgleich mit Ungarn, die Neuuniformierung und –bewaffnung der Armee und deren Weiterentwicklung, die Aufstellung der Landwehren, die Multinationalität, die technischen Errungenschaften des beginnenden 20. Jahrhunderts genauso erklärt, wie persönliche Schicksale wie z. B. das des Kronprinzen Rudolph. Das Ende der Friedensperiode durch das Attentat von Sarajewo schließt das Bild ab.

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, ausgelöst durch die Ermordung des Thronfolgers der österreichisch – ungarischen Monarchie wird mit großer Begeisterung in Angriff genommen, der gegen Serbien begonnene Krieg zieht im Dominoeffekt die europäischen Bündnisse in den Weltenbrand. Ein Mehrfrontenkrieg, der besonders in den alpinen Regionen den Soldaten höchste Leistungen abfordert wird letztendlich verloren und führt zum Zerfall der Monarchie. Artillerie dieser Zeit und deren Wirkung werden anschaulich nahegebracht.

Aus der riesigen Monarchie wird ein Kleinstaat, dessen politische Protagonisten nicht nur zu keinem Staatskonsens bereit sind sondern auch dieses Restösterreich nicht für lebensfähig halten. Die Parteimilizen, die die politische Tagesarbeit prägen sowie das allgemeine Hinarbeiten auf die gewaltsame Lösung staatlicher Probleme sind Thema dieses Ausstellungsteiles, der mit dem „Anschluß“ im Jahr 1938 endet.

Der sogenannte Anschluss, der die formale Eigenstaatlichkeit Österreichs beendet, die Eingliederung des Sudetenlandes und Resttschechiens in das „Dritte Reich“, sie werden von der Welt widerspruchslos zur Kenntnis genommen. Der Angriff auf Polen, der zu einem Blitzkrieg und zur Besetzung großer Teile Europas durch Deutschland führt, beginnt den Krieg, der sich bis an die Grenzen Asiens in die Sowjetunion ausdehnt. Die Katastrophe Stalingrad bringt die Wende. Nach fünf Jahren Krieg überlebt ein zerstörtes, besetztes Deutschland und Millionen von Toten sind in Europa zu beklagen, aber es gilt auch das Wiedererstehen Österreichs unter Mitarbeit aller politischen Gruppierungen unter der Devise des „Konsenses auf den Lagerstraßen von Dachau“ zu erleben.

200 Jahre der Geschichte österreichischer Seestreitkräfte und mehr -  vom Anhängsel des Landheeres bis zur 6.Größten Seemacht der Welt werden in diesem Teil des Hauses dargestellt. Wunderbare Modelle aus allen Epochen, besonders das weltgrößte und detaillierteste Schnittmodell durch ein „Dreadnought“ des Ersten Weltkrieges bringen die Marine zum Leben. Besonderes Augenmerk wird auf die große Bedeutung der wissenschaftlichen Expeditionen, die durch die Marine oder einzelne Offiziere durchgeführt wurden, gelegt.

Im Außengelände stellt das HGM die Panzerfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres der 2. Republik vor. Die Palette reicht vom Gerät, das die alliierten Mächte als Grundausstattung übergeben hatten bis zu Anschaffungen aus dem letzten Jahrzehnt. Ein Stück, das Sturmgeschütz der Type SU 100, allerdings ist ein Kriegsrelikt, das an die Eroberung Wiens durch die Sowjetarmee erinnert.
(offen von April bis Oktober)

Sie enthalten der Welt größte Sammlung historischer Geschützrohre vom 15. bis ins 20. Jahrhundert. Ein Teil der Schausammlung ist nicht nur für Spezialisten sondern für alle, die sich an historischer Handwerkstechnik und künstlerischer Gestaltung erfreuen.

Auf einem Streifzug durch das Museum lernen wir von der Pike auf Sprachbilder und Redewendungen, bis wir den Bogen raushaben.
Sprichwörter aus vergangenen Tagen sind oft keinen Schuss Pulver mehr wert. Wir werfen die Flinte mit diesem Vermittlungsprogramm nicht ins Korn, sondern bieten der Sprachverarmung Parolis.


Reißen Sie sich am Riemen und riskieren Sie ein Auge darauf! Lassen Sie uns nicht abblitzen, sondern melden Sie sich am besten heute noch an.  Seien Sie kein Tollpatsch und bringen Sie Ihren Sprachschatz wieder ordentlich auf Trab!

Gerne erfüllen wir Ihnen spezielle Wünsche. Unter "Fragen und Anregungen" können Sie gerne Ihre eigene Führung auch aus verschiedenen Themenbereichen zusammenstellen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

zum Seitenanfang