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Arsenal und Museum werden vorgestellt, darauf folgt eine Zeitreise durch 300 Jahre österreichischer Militärgeschichte, die einen Überblick über die Schausammlung des Museums bietet, der sich naturgemäß nur auf deren Höhepunkte konzentrieren kann. Ein Spaziergang, der zum Wiederkommen und genauerer Betrachtung anregt.

Seelen der gewesenen Zeit - Historische Schätze der Bibliothek
03.12.2013 - 31.08.2014

„Bücher sind die Seelen der gewesenen Zeit“, meinte einmal der schottische Gelehrte Thomas Carlyle. Die Bibliothek des Heeresgeschichtlichen Museums besitzt viele dieser kostbaren und einzigartigen Werke. In der Sonderausstellung „Seelen der gewesenen Zeit“ werden einige von ihnen präsentiert. Die älteste „Seele“, mit dem Erscheinungsjahr 1555, ist beinahe ein halbes Jahrtausend alt, die jüngste gerade einmal zwei Jahre. In der Ausstellung werden auch die Veränderungen in der nunmehr schon mehr als 120jährigen Bibliotheksarbeit im Museum und die Arbeit der Buchrestaurierung präsentiert


Religiöse Differenzen, Fensterstürze, ein Krieg um Religion und Macht, der über 30 Jahre Zentraleuropa verwüstet und dessen Bevölkerung dezimiert. Dokumentiert durch die zeitgenössische Darstellung in Bildern, Graphik und Bewaffnung mit Schlaglichtern auf das Leben des Soldaten der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.


Zwei Jahrhunderte, vom „Langen Türkenkrieg“ rund um 1600 bis zum letzten Türkenkrieg 1788/89 in der Beziehung zu unserem damals ostwärtigen Nachbarn. Der Schwerpunkt liegt hier natürlich bei der 2. Belagerung Wiens durch osmanische Truppen im Jahr 1683. Türkenzelte und der „Mörser von Belgrad“, auch die „Militärgrenze“ und ihre Bewohner werden in diesem Zusammenhang vorgestellt.

 

1663 – 1736, das Leben des vielleicht bekanntesten österreichischen Fürsten, Feldherren, Bauherrn, Sammlers und Mäzens der Barockzeit. Berater von 3 Kaisern wird anhand von Objekten und Bildern dargestellt. Der „Türkenbezwinger“, Sieger in vielen Schlachten, Diplomat wird zu einer greifbaren Persönlichkeit.

Herrscherin, Ehefrau, Mutter, Erbin des Habsburgerreiches, das zu Beginn ihrer Herrschaft zum Zankapfel diverser „Leichenfledderer“ wird, die Kriege zu seiner Erhaltung, aber auch das Heer Friedrich II. werden präsentiert. Die Berater und Feldherren Maria – Theresias runden das Bild der Epoche ab.

Zu Beginn, 1789 durch den großen Türkenkrieg in Österreich im allgemeinen Bewusstsein kaum wahrgenommen, wird sie zum Auslöser, von 23 Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen in Europa. Kaiser Franz II./I. löst das „Hl. Römische Reich“ auf, Napoleon krönt sich zum Kaiser der Franzosen. 1809 wird „Der Unbesiegbare“ in Aspern besiegt, 1813 bei Leipzig, der Wiener Kongress, der Zustand vor der Revolution wird wiederhergestellt.

Ein revolutionäres Jahr, das auch für den Museumsbau von großer Bedeutung ist, wird dem Besucher durch einzigartige Objekte näher gebracht.  Das „idyllische Biedermeier“, der junge Franz – Josef, seine erste Uniform, der alte Erzherzog Carl Ferdinand „Der Gütige“. Österreichs Rolle als Polizist Europas, Bürgerliche Idylle wohin man blickt. Plötzlich Revolution in Wien, in Ungarn, in Oberitalien, dazu ein Krieg mit Piemont - Sardinien. Der Hof flüchtet, die erste Verfassung, der Kaiser dankt ab, Franz – Josef wird der neue Herr. Radetzky schlägt Piemont die Revolutionen brechen zusammen.

Die Revolution in Ungarn wird niedergeworfen, Franz – Josef heiratet, verliert 1859 in der Schlacht von Solferino das Königreich der Lombardei. Der „Deutsche Bund“ beginnt 1864 den deutsch – dänischen Krieg, ein letztes Mal werden Österreichs Differenzen mit Preußen unterdrückt, die sich 1866 im Krieg entladen. Custozza der Sieg, Königgrätz die Katastrophe.

1867 – An Hand der Objekte werden der Ausgleich mit Ungarn, die Neuuniformierung und –bewaffnung der Armee und deren Weiterentwicklung, die Aufstellung der Landwehren, die Multinationalität, die technischen Errungenschaften des beginnenden 20. Jahrhunderts genauso erklärt, wie persönliche Schicksale wie z. B. das des Kronprinzen Rudolph. Das Ende der Friedensperiode durch das Attentat von Sarajewo schließt das Bild ab.

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, ausgelöst durch die Ermordung des Thronfolgers der österreichisch – ungarischen Monarchie wird mit großer Begeisterung in Angriff genommen, der gegen Serbien begonnene Krieg zieht im Dominoeffekt die europäischen Bündnisse in den Weltenbrand. Ein Mehrfrontenkrieg, der besonders in den alpinen Regionen den Soldaten höchste Leistungen abfordert wird letztendlich verloren und führt zum Zerfall der Monarchie. Artillerie dieser Zeit und deren Wirkung werden anschaulich nahegebracht.

Aus der riesigen Monarchie wird ein Kleinstaat, dessen politische Protagonisten nicht nur zu keinem Staatskonsens bereit sind sondern auch dieses Restösterreich nicht für lebensfähig halten. Die Parteimilizen, die die politische Tagesarbeit prägen sowie das allgemeine Hinarbeiten auf die gewaltsame Lösung staatlicher Probleme sind Thema dieses Ausstellungsteiles, der mit dem „Anschluß“ im Jahr 1938 endet.

Der sogenannte Anschluss, der die formale Eigenstaatlichkeit Österreichs beendet, die Eingliederung des Sudetenlandes und Resttschechiens in das „Dritte Reich“, sie werden von der Welt widerspruchslos zur Kenntnis genommen. Der Angriff auf Polen, der zu einem Blitzkrieg und zur Besetzung großer Teile Europas durch Deutschland führt, beginnt den Krieg, der sich bis an die Grenzen Asiens in die Sowjetunion ausdehnt. Die Katastrophe Stalingrad bringt die Wende. Nach fünf Jahren Krieg überlebt ein zerstörtes, besetztes Deutschland und Millionen von Toten sind in Europa zu beklagen, aber es gilt auch das Wiedererstehen Österreichs unter Mitarbeit aller politischen Gruppierungen unter der Devise des „Konsenses auf den Lagerstraßen von Dachau“ zu erleben.

200 Jahre der Geschichte österreichischer Seestreitkräfte und mehr -  vom Anhängsel des Landheeres bis zur 6.Größten Seemacht der Welt werden in diesem Teil des Hauses dargestellt. Wunderbare Modelle aus allen Epochen, besonders das weltgrößte und detaillierteste Schnittmodell durch ein „Dreadnought“ des Ersten Weltkrieges bringen die Marine zum Leben. Besonderes Augenmerk wird auf die große Bedeutung der wissenschaftlichen Expeditionen, die durch die Marine oder einzelne Offiziere durchgeführt wurden, gelegt.

Im Außengelände stellt das HGM die Panzerfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres der 2. Republik vor. Die Palette reicht vom Gerät, das die alliierten Mächte als Grundausstattung übergeben hatten bis zu Anschaffungen aus dem letzten Jahrzehnt. Ein Stück, das Sturmgeschütz der Type SU 100, allerdings ist ein Kriegsrelikt, das an die Eroberung Wiens durch die Sowjetarmee erinnert.
(offen von April bis Oktober)

Sie enthalten der Welt größte Sammlung historischer Geschützrohre vom 15. bis ins 20. Jahrhundert. Ein Teil der Schausammlung ist nicht nur für Spezialisten sondern für alle, die sich an historischer Handwerkstechnik und künstlerischer Gestaltung erfreuen.

Gerne erfüllen wir Ihnen spezielle Wünsche. Unter "Fragen und Anregungen" können Sie gerne Ihre eigene Führung auch aus verschiedenen Themenbereichen zusammenstellen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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