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Sonderausstellungen

125 Jahre Heeresgeschichtliches Museum

Genau 125 Jahre nach seiner Eröffnung zieht das Heeresgeschichtliche Museum mit einer Sonderausstellung Bilanz.

Am 25. Mai 1891 eröffnete Kaiser Franz Joseph das k.u.k. Heeresmuseum im Arsenal und damit jene Institution, mit der die Geschichte des heutigen Heeresgeschichtlichen Museums unmittelbar beginnt. Vom 25. Mai 2016 bis 11. September 2016 spannt die Jubiläumsausstellung den historischen Bogen von der Schlusssteinlegung des Arsenals, über die einschneidenden Zeiten der beiden Weltkriege bis hin zur wissenschaftlichen Ordnung der gegenwärtigen Sammlung. Damit zeigt die Ausstellung jene Entwicklung, die das Museum zu dem machte, was es heute ist: Eines der bedeutendsten militärhistorischen Museen weltweit.

Das älteste Museumsgebäude Wiens

Die Jubiläumsausstellung rückt dafür solche Objekte in den Mittelpunkt, die mit der Geschichte des Museums in besonderer Verbindung stehen. Auch riskiert sie einen Blick hinter die Kulissen der alltäglichen Museumsarbeit, sodass sich der eine oder andere Depotfund in der Ausstellung finden lassen wird! Die Objektgeschichten erzählen auch die jeweiligen Sammlungsstrategien sowie die unterschiedlichen Präsentationsformen der Dauerausstellungen der vergangenen 125 Jahre. So zeigt die Ausstellung beispielsweise, wie in der Zwischenkriegszeit die innovative Methode der visuellen Vermittlung durch Bilder und Grafiken ihre Anwendung fand - eine Museumspädagogik die vor dem 1. Weltkrieg noch verpönt gewesen war.

Ein Blick hinter die Kulissen

In dieser Reflexion der Museumsgeschichte finden sich ebenso die Schattenseiten wieder. Mit der Unterstellung unter den Chef der Heeresmuseen in Berlin 1938 erfolgte spätestens im 2. Weltkrieg die endgültige Instrumentalisierung durch Propagandaausstellungen. Auch finden jene Objekte in der Ausstellung Erwähnung, die bei den Plünderungen und durch die teilweise Zerstörung des Museums am Ende des 2. Weltkrieges verloren gingen. Der Wiederaufbau und die Eröffnung des Heeresgeschichtlichen Museums 1955 machte auch die Neuausrichtung des Hauses möglich. Abschließend spannt die Jubiläumsausstellung den Bogen in die Gegenwart und zeigt mit der Galauniform einer Soldatin des österreichischen Bundesheeres Objekte der jüngeren Ausstellungsgeschichte.

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